ICM – Motion Blur

der Wald steht stumm
der Wald steht stumm © Judith Loeber

Es muss nicht immer scharf sein – damit habe ich gestern begonnen, euch von der ICM Technik zu erzählen und den Zoom Burst vorgestellt. Einen weiteren interessanten Effekt erhält man, wenn man die Kamera schwenkt. Eigentlich ist es ein Mitzieher, nur dass das anvisierte Objekt sich nicht bewegt.

Im Englischen nennt man das “Panning” oder “Motion Blur“. Man belichtet wie beim Zoom Burst etwas länger als normal und schwenkt dabei die Kamera senkrecht oder waagerecht.

Für senkrechte Schwenks eignet sich ein Wald mit geraden Bäumen gut, für waagerechte Schwenks zum Beispiel ein Strand oder sehr flaches Gelände mit unterschiedlichen Farbebenen. Auch hier ändert sich der Effekt, je nachdem wie schnell oder langsam man schwenkt. Mit einem Pol-Filter verstärkt man die Farben von Himmel oder Wasser, mit ND-Filtern mildert man zu grelles Licht.

Muss es immer knackescharf sein?

ICM
wow © Judith Loeber

Wie wäre es mal mit etwas abstrakter Fotografie? ICM – intentional camera movement – so nennt man die Technik, bei der die Bilder durch bewusstes Bewegen der Kamera oder des Objektivs verzerrt werden. Ich mache das hin und wieder sehr gern und löse mich so ein wenig von dem Bemühen um superscharfe Bilder. Es ist ein Spiel mit Farben und dem Zufall, das der Kreativität keine Grenzen setzt.

Es gibt verschiedene Techniken der Kamerabewegung. Heute spreche ich über den sog. “Zoom Burst“. Man erhält explosionsartige Motive, wenn man die Brennweite während der Aufnahme verstellt. Man kann aber auch das Objektiv festhalten und die Kamera bewegen. Dann sieht es wieder anders aus.

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