Kopfweiden sind auch Bäume

Kopfweiden haben die typische Form nicht von Natur aus, sondern weil sie bereits als junge Bäume auf einer Höhe von ein bis drei Metern eingekürzt werden. Dazu nutzt man zumeist Korbweiden oder Silberweiden. An der Schnittfläche bilden sich schnell Triebe, die man früher noch viel mehr als heute wirtschaftlich nutzte, z. B. zum Flechten von Körben.

Der Eingriff durch den Menschen fordert seinen Tribut: Fortan muss der Baum regelmäßig nachgeschnitten werden. Im Alter wird der Kopf der Weide häufig so schwer, dass der Stamm unter der Last bricht. Darum sieht man bei dieser Baumart so oft ganz bizarre Formen. Da die Weiden so besonders widerstandsfähig sind, schlagen sie immer wieder aus, selbst wenn der Stamm schon Schäden aufweist.

Norbert Schalk, unser Baumspezialist, hatte bereits vor kurzem ein Bild dieser Kopfweiden zur blauen Stunde geschickt. Heute hier ein Folgebild, etwas später aufgenommen.

Lüneburger Heide | Gipfelbuche

Die Gipfelbuche auf dem Wilseder Berg innerhalb des Naturschutzgebiets Lüneburger Heide. Sie wirkt völlig abrasiert von unten durch den Verbiss der Schafe. Wer einmal die Gelegenheit haben sollte, dort ein paar Tage zu verbringen – es ist sehr empfehlenswert. Ich war der Meinung, dass die Heide doch als etwas „angestaubt“ gilt, doch musste ich meine Auffassung schnell revidieren. Wunderschön ist die Heideblüte im August/September.

Wilseder Berg Gipfelbuche
Gipfelbuche © Manuela Kulage

Landschaft mit Bäumen

Norbert Schalk hat dieses Bild geschickt. Er ist, wie so einige von uns, auf der Suche nach einer Landschaft ohne Bäume und ohne Gehölz, auch nicht in Gewässern gespiegeltes Gehölz. Aber Norbert findet immer nur Landschaft mit Bäumen. Wenn sie so schön ist wie hier, zeigen wir die trotzdem gern! Danke Norbert.