Misteln

Misteln © Judith Loeber

Die Mistel ist ein immergrünes Gewächs. Deshalb sieht man sie besonders gut, während die Bäume, auf denen sie leben, ohne Blätter sind. Mich hat ihr Anblick stets fasziniert.

Viele Mythen ranken sich um die Pflanzen, die in den luftigen Höhen der Baumkronen wachsen. Bei den Germanen galten sie als Glücksbringer, wenn man sie zur Wintersonnenwende schnitt. In den Asterix-Comics ernten keltische Druiden bei Vollmond mit goldener Sichel das Kraut in den Kronen der Eichen, um daraus einen mächtigen Zaubertrank herzustellen. Und in der nordischen Mythologie ist die Mistel der Beginn des Untergangs Asgaards, als ein Mistelpfeil Baldur, den Sohn der Göttin Frigga tötete.

Seit dem Altertum kennt man die Heilwirkung der giftigen Pflanze. Sie wurde gegen Schwindel und epileptische Anfälle eingesetzt. Noch heute nutzt man Misteln in der Pharmazie als Rohstoff für blutdrucksenkende Mittel.

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