Focus Stacking – optimale Schärfe

Weißkopfseeadler
© Judith Loeber

Schon wieder so ein technischer Begriff, mit dem ich zunächst nichts anfangen konnte. Aber alle, die sich mit Makrofotografie auseinandersetzen, kennen das Thema sicherlich. Es ist auch nicht so kompliziert wie es auf den ersten Blick scheint.

Tiefenschärfe für Makros

Wenn man ein Makroobjektiv benutzt, fällt als erstes auf, dass es nicht möglich ist, alle Bildbereiche der Aufnahme scharf abzubilden, da das Objektiv keine große Schärfentiefe erlaubt. Will man aber zum Beispiel bei einem Insekt alle Körperbereiche und auch die Augen scharf haben, kann man das Focus Stacking (auch Foto Stacking genannt) einsetzen. Man braucht dazu nicht einmal eine besonders große Ausrüstung.

Fotoserien erstellen

Das Prinzip ist ähnlich wie in der HDR-Fotografie – das Motiv wird einfach mehrmals hintereinander fotografiert, wobei man hier für jedes Bild einen anderen Schärfebereich einstellt. Weißabgleich und ISO-Wert bleiben unverändert. Auf jeden Fall sollte dabei ein Stativ benutzt werden, möglichst auch ein Fernauslöser und bei DSLRs die Spiegelvorauslösung, um Verwacklungen zu verhindern. Man muss flott arbeiten, damit sich das Motiv nicht bewegt und das Licht gleich bleibt. 10 bis 20 Aufnahmen sollten reichen, je nachdem wie stark das Motiv vergrößert wird.

Mit Hilfe spezieller Software werden abschließend die scharfen Bildbereiche der Serie zu einem scharfen Bild zusammengerechnet.

Ausführliche Beschreibungen, Tipps zu Umsetzung und Ausrüstung sowie zur Software findet man hier:

https://www.lens-aid.de/fokus-stacking-was-ist-das-wie-helfen/

https://www.pixolum.com/blog/fotografie/focus-stacking-scharfe-bilder-fokusvariation

https://www.makro-treff.de/de/article/focus-stacking-leicht-gemacht

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