Ausstellungstipp: Lee Miller

Mit der beginnenden Rückkehr zu ein wenig Normalität werden auch Ausstellungen wieder interessanter. Deshalb hier ein Tipp von Thomas Maletz:

Noch bis zum 25. Juli ist in der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, 65428 Rüsselsheim (www.opelvillen.de)
die folgende Ausstellung zu sehen:

Lee Miller . Hautnah – Fotografien von 1940 bis 1946

Leider wird die 1907 geborene Amerikanerin Lee Miller häufig alleine auf ihre Pariser Zeit als Muse von Man Ray reduziert. Nach der Trennung von ihm hat sie sich aber sehr eigenständig weiter entwickelt und war im Auftrag der Vogue im 2. Weltkrieg als eine der wenigen Kriegsfotografinnen  sowohl in London als auch unmittelbar an der Front in Frankreich tätig. Bekannt geworden ist sie sicherlich auch mit ihren erschütternden Fotos von der Befreiung der Konzentrationslager in Buchenwald und Dachau. Leider hat sie diese Ereignisse nie wirklich verkraftet und starb 1977 depressiv und alkoholabhängig.

Weitere Tipps zu Lee Miller:

Ein schöner Fotoband mit Bildern aus ihrer Pariser Zeit ist „Man Ray Lee Miller Partners“ im Surrealismus Verlag Merrel. Eine Hommage an sie findet sich in dem fiktionalen Roman von Whitney Scharter „Die Zeit des Lichts“, Verlag Klett-Cotta